Die 74-jährige Altbäuerin Gertrude lebt auf dem Bauernhof, den sie gemeinsam mit ihrem verstorbenen Ehemann von einer kleinen Landwirtschaft zu einem stattlichen Hof emporgebracht hat, gemeinsam mit dem ältesten Sohn, der den Hof vor mehr als zehn Jahren übernommen hat, und dessen Frau. Ihre Tagesarbeitszeit lässt sich in Stunden nicht angeben, da sie ihre gesamte Existenz als Arbeit sieht.

Die Medien haben ein neues Lieblingskind: Achtsamkeit. Neben zahlreichen ‚Wunderwirkungen', die ihr zugeschrieben werden, soll sie uns auch vom Stress des Alltags befreien können. Wissenschaftliche Untersuchungen bestätigen das. Aber was genau ist eigentlich Achtsamkeit und lässt sich mit ihrer Hilfe tatsächlich mehr Gelassenheit und Lebensfreude entwickeln?

Wissenschaftliche Untersuchungen nach schulmedizinischen Standards über die Wirksamkeit von Ayurveda-Behandlungen stecken noch in den Kinderschuhen. Das soll sich aber bald ändern.

Einen Tag achtsam sein, vom Aufwachen bis zum Einschlafen präsent im Moment, geht das? Ich starte den Selbstversuch in Achtsamkeit. Die Kürbiskerne knistern, als unterhalten sie sich. Ich hebe die Frühstücksschale nah an mein Ohr und lausche der fremden Sprache auf meinem Hirsebrei.

Fred Kofman gehört zu den Wirtschaftsberatern, die Spiritualität und Business erfolgreich verbinden. Der Ökonom hat mit Ken Wilber und Peter Senge geforscht und das Integral Institute am MIT mitentwickelt. Mit seiner Firma Axialent widmet er sich der Schulung von Unternehmensführern und der Bewusstseinsentwicklung in Unternehmen.

Mit ‚Gabe zu allem, Lust zu vielem, Ausdauer zu nichts' kommt man – wie sonst im Leben auch – auf dem Weg zur Erlösung nicht weit. Es braucht dazu Energie. 

Eine achtsame Geisteshaltung (Sanskrit smŗti) ist die Grundlage für die Entfaltung aller anderen yogischen Qualitäten. Wird die Achtsamkeit auf einen bestimmten Bereich fokussiert und vertieft, ergibt sich eine besondere Klarheit des Bewusstseins, die Einsichten und Erkenntnisse (S. prajñā) begünstigt.

Ohne Zweifel gab es zu Buddhas Zeiten gesellschaftliche Strukturen, die es erlauben, gewisse Ähnlichkeiten mit unserer Kultur zu entdecken. So gab es verschiedene Berufe, die mit unseren zu vergleichen sind wie Herrscher und Politiker, Kaufleute, Krieger, Ärzte, Künstler, Bauern und Handwerker.

Ein Zen-Schüler fragt seinen Meister: „Was unterscheidet den Zen-Meister von einem Zen-Schüler?“

Der Zen-Meister antwortet: „Wenn ich gehe, dann gehe ich. Wenn ich esse, dann esse ich. Wenn ich schlafe, dann schlafe ich.“

‚Erleben Sie ZEN und gehen Sie auf eine sinnliche Entdeckungsreise' las ich vor einigen Jahren auf einem Parfüm namens ‚Zen'. Seitdem sammle ich Produktwerbungen aus dem ‚WWW', aus der Weiten Waren Welt, die Zen versprechen – man will ja schließlich der eigenen Erleuchtung näher kommen, oder?

„An Altersschwäche zu sterben ist ein seltener, geradezu außergewöhnlicher Tod – und daher weniger natürlich als die anderen: Es ist die letzte und äußerste Art des Sterbens. In je weiterer Ferne sie liegt, desto weniger können wir sie erhoffen." Dies schrieb im Jahr 1580 der Politiker und Philosoph Michel de Montaigne in seinen berühmten Essais über das Alter.

Theologe und Zen-Lehrer Michael von Brück über eine der wichtigsten Fragen der Menschheit.

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Stress ist nicht nur nachteilig, Stress kann auch gut sein, gehört vielleicht zum Leben und scheint manchmal notwendig, um geistig zu erwachen. Es gibt verschiedene und zuweilen entgegengesetzte Wege zum buddhistischen Umgang mit Stress.

Die bekannte amerikanische Meditationslehrerin Sharon Salzberg, 57, strahlt Wohlwollen und Güte aus. Und das kommt nicht von ungefähr. Seit 1974 unterrichtet sie Metta-Meditation. Sie spricht über ihre schwere Kindheit, ihre Liebe zum Buddhismus, Kindererziehung und ihre Zukunft.

Meditation ist mehr, als nur gemütlich zu sitzen und die Augen zu schließen. Anfänger spüren dies oft schneller, als ihnen lieb ist. Widerstände sind zu erwarten – wichtig ist der Wille, diese zu überwinden. Meditation bedeutet für die meisten Menschen, zumindest am Anfang, konsequente Übung und ist mit Anstrengung und Disziplin verbunden.

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Von der "Kampfmaschine" zum friedlichen Buddhisten. ‚Ex-Pate' Richard Steiner erzählt im Interview mit Ursache\Wirkung wie aus dem ehemaligen Rotlichtboss und Fremdenlegionär ein Buddhist wurde, der sein ganzes Leben von Grund auf änderte, damit keine andere Kreatur wegen ihm leiden muss.

„Religion darf unfreiwillige Armut nicht seligsprechen, sonst ist sie damit einverstanden, dass die Erde eine Hölle ist." (Dr. B.R. Ambedkar) Was soll man aus buddhistischer Sicht zu Geld schreiben? Ein Versuch des Buddhologen und U&W-Kolumnisten Alois Payer.

Der bekannte deutsche Neurobiologe, Arzt und Psychotherapeut Joachim Bauer, über die Ursachen des Burn-out, worin der Unterschied zur Depression liegt und warum wir bereits im Kindesalter einen gesunden Umgang mit Stress lernen müssen.

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