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16.30 Uhr bedeutet für viele Feierabend, doch egal, ob zu Hause, beim Kaffee mit Freunden oder bei Unternehmungen mit der Familie: wenn der/die Chef/in ruft, springen wir. In Frankreich soll das bald ein Ende nehmen, denn E-Mails nach Feierabend und am Wochenende werden in Kürze ‚illegal‘ sein.

 

Frankreich möchte damit einen radikalen Schritt setzen, der jede/n einzelne/n Arbeitnehmer/in betreffen wird: gesetzliche Unerreichbarkeit nach Feierabend. Das Ganze ist Teil einer Arbeitnehmerreform, die bis Ende des Jahres verabschiedet werden soll. Bei diesem Gesetz geht es primär um die Gesundheit der Angestellten, denn Dauererreichbarkeit sorgt dafür, dass sich Arbeitnehmer/innen in ihrer Freizeit nicht entspannen können und somit unter Dauerstress stehen.
Wie genau das neue Gesetz aussehen soll, ist noch nicht geklärt: In Unternehmen mit mehr als 50 ArbeitnehmerInnen sollen die Gewerkschaften diesbezüglich Verhaltensrichtlinien erstellen und kleinere Firmen müssten entsprechende Grundsätze veröffentlichen.

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Jedoch ist ‚illegal‘ nicht der richtige Begriff: Angestellte sollen selbst entscheiden dürfen, ob sie E-Mails im Feierabend lesen oder nicht.
Auch in Deutschland gibt es einige große Betriebe wie BMW, Daimler und Allianz, die ihren MitarbeiterInnen das Recht eingeräumt haben, nach Feierabend unerreichbar sein zu dürfen.

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