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Radschnellwege sollen in Zukunft in immer mehr Ländern Europas zur Realität werden. Statt im Stau zu stehen, soll in die Pedale getreten werden, dies wird auch durch das wachsende Angebot an E-Bikes immer mehr zum Trend.


Die Niederländer gelten schon lange als Vorreiter und haben bereits vor zehn Jahren damit begonnen, Schnellverbindungen für Fahrräder zu bauen. In Dänemark liegt der Fokus derzeit auf Kopenhagen und auch Norwegen will in Zukunft neun Städte miteinander verbinden. Das Schlagwort lautet somit ‚nachhaltiger Verkehr‘ und dabei spielt das Fahrrad eine große Rolle. Es wird versucht, den Anteil des Radverkehrs am Gesamtverkehr zu erhöhen.

In Deutschland ist gerade der erste Radschnellweg im Entstehen. Dieser wird Hamm und Duisburg miteinander verbinden und soll eine Länge von 101 Kilometern haben. Der Plan ist, dass der Radhighway die staugeplagte Gegend entlastet. Dieses Projekt ist bundesweit das erste dieser Art. Es trägt den naheliegenden Namen Radschnellweg RS1 und verbindet zehn Zentren miteinander. Im letzten Jahr wurde das erste Teilstück eröffnet, welches die Stadtgrenze von Essen mit dem Hauptbahnhof Mülheim verbindet. Am 13. Juni dieses Jahres wurde symbolisch der erste Spatenstich für einen weiteren Teilabschnitt gesetzt. Ein Vorteil der Strecke ist, dass diese zu weiten Teilen auf der aufgelassenen Bahnlinie verlegt wird. Auf dem Radschnellweg sind die Qualitätsstandards hoch, der Weg soll weitgehend kreuzungsfrei sein, die Fahrbahn soll eine Breite von vier Metern in beiden Richtungen aufweisen, es gibt einen Fußweg und Beleuchtung entlang der gesamten Strecke sowie einen Winterdienst, der natürlich auch nicht fehlen darf.

In der Zwischenzeit sind weitere Radschnellwege in Deutschland in Planung, beispielsweise eine 30 Kilometer lange Verbindung zwischen Darmstadt und Frankfurt.

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