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‚Ärzte ohne Grenzen‘ ist eine Organisation, die viele Menschen kennen. Ärzte reisen um die ganze Welt, um Menschen zu helfen, die medizinische Versorgung benötigen. Doch kaum einer kennt ‚Praxis ohne Grenzen‘, eine Organisation, die Menschen vor Ort hilft.


Uwe Denker ist Arzt, der es sich zur Aufgabe gemacht hat, Menschen vor Ort zu helfen, denen sonst niemand hilft. In seinem Fall handelt es sich um Menschen ohne Krankenversicherung. 2010 eröffnete er daher seine ‚Praxis ohne Grenzen‘ in Bad Segeberg in Schleswig-Holstein. Zu Beginn dachte er, der Großteil seiner Patienten würde aus Obdachlosen, Flüchtlingen und illegalen Einwanderern bestehen. Doch zu seinem Erstaunen waren es vorrangig Personen aus der Mittelschicht, bei denen die Geschäfte nicht mehr so gut liefen.
Obwohl in Deutschland im Gegensatz zu Amerika Versicherungspflicht herrscht, geht die Bundesregierung davon aus, dass rund 80.000 Menschen nicht krankenversichert sind (jedoch schätzt man, dass die Dunkelziffer weitaus höher liegt, da Obdachlose und illegale Einwanderer hier noch nicht mitgezählt werden). Für viele von uns ist es schwer vorstellbar, wie es sein mag, nicht versichert zu sein, Uwe Denker spricht dabei von einer ‚unvorstellbaren Notlage‘.
Da der Andrang so hoch war, eröffnete er mittlerweile zehn weitere Praxen, in denen pro Tag bis zu 90 Patienten behandelt werden, die in ihrer Freizeit etwas Gutes tun wollen. Es gibt auch Fälle, die selbst für die Ärzte zu schwierig sind, diese werden dann an das städtische Krankenhaus überwiesen und auch hier gilt: Die Kosten trägt die Praxis, welche lediglich aus Spenden finanziert wird.

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