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Manche gönnen sich erst dann eine Pause, wenn die Krankheit zu ihnen spricht, weil Krankheiten als Rechtfertigung im Volksmund anerkannter sind als Gefühle. Der Mensch will anerkannt sein. Erkenne Dich selber an. Zu sich und seinen Gefühlen zu stehen, sich selber an-zu-erkennen, ist oftmals alles andere als leicht, schwer eben. Dadurch erfährt sich auch die Anerkennung in der Tiefe.

 

Viele tun sich schwer damit, öfters mal im Leben nein zu sagen und stattdessen ja zu sich zu sagen. Die Balance liegt in der Mitte, nicht in der Einseitigkeit. Nimm auch diese Schwere an. Innerer Frieden setzt voraus, dass sich der Mensch die Schwere und die Leichtigkeit in seinem Leben so nach und nach bewusstmacht. Es ist ein Weg, bewusst zu werden, um ganz zu sein.
So wie es gute und schlechte Zeiten gibt, so gibt es auch leichte und schwere Tage, euphorische und depressive Momente, kurze und lange Phasen. So wie es leichte und schwere Aufgaben gibt, so gibt es leichte und schwere Gefühle. Im Fluss des Lebens ist alles drin.
Erkenne, was Dir leichter oder schwerer fällt, jeden Tag neu. Jeden Tag treffen wir leichte und schwere Entscheidungen. Andere, die uns sagen, wie wir uns zu entscheiden haben, wie wir zu sein haben, wie wir fühlen dürfen, was richtig für uns ist und, was nicht, machen uns das Leben oftmals schwer. Wer viel erwartet, der übt viel Druck aus. Druck wiegt schwer.
Wenn der Mensch bedingungslos geliebt werden will, dann fällt jede Erwartung, jede Bedingung an die Liebe schwer. Wer Dich verändern will, der verlangt etwas von Dir. Verlangen wiegt schwer, wenn sich bedingungslose Liebe leicht anfühlt. Doch liebe Dich selbst erst einmal so bedingungslos wie Du bist. Vielen fällt die Liebe zu sich schwer, also nimm immer wieder das an, was Dir schwerfällt. Es darf dir schwerfallen. Du darfst auch schwer SEIN.
Wenn sich jemand im Leben schwertut, dann sicherlich nicht, weil er sich schwertun will. So einfach, so leicht ist das Leben nicht. Programmiere oder affirmiere das Leben gedanklich auf leicht und es ist leicht. Denke es Dir leicht, solange Du positiv denken kannst. Irgendwann kommt der Zeitpunkt, da hat der Selbstbetrug ein Ende und schwere Gefühle können nicht mehr leicht gedacht werden. Der Verstand schafft es dann nicht mehr, die gefühlte Schwere im Verstand zu kompensieren, wenn das Herz laut hier schreit. Dann steht Wandlung und Ausgleichung im Herzen an. Dann steht Wahrheit an. Wahrheit heilt. Heilung bedeutet WERDEN und SEIN.
Die fetten Jahre erfahren sich durch die mageren. Ich wollte von der Magerkeit nichts hören, glaubte an eine heile Welt, an fette Jahre, positives Denken und an das Geburtsrecht der Freude.
Doch auch Mitgefühl war mein Geburtsrecht ;-)
So erlebte ich auch Verluste und Trennungen, die mir sehr schwer fielen. Dem einen fällt eine Trennung leichter, dem anderen schwerer. Je nach Gefühl. Manche sind einfach nur erleichtert, bei anderen ist das Vermissen plötzlich wieder intensiv. Erleichterung will sich erfahren so wie sich das Vermissen erfahren will, welches Ausdruck neuen Sehnens und alter Süchte ist. Erkenne das, was Dir richtig leicht fällt durch das, was Dir unendlich schwerfällt. Die Gefühle in einer Beziehung sind so vielfältig in ihrer Leichtigkeit und Schwere wie die außerhalb einer Beziehung.

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