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Der Mensch ist immer so richtig wie falsch, so wahr wie unwahr. Doch im wahren Mitgefühl ist kein Gefühl falsch, sondern alles wahrhaft, weil es sich selbst erfahren hat. Was der Mensch bewusst fühlt, das kann er auch bewusst in sein Bewusstsein integrieren.


Es war immer ein Teil von ihm, von seiner Ganzheit. Erst will er richtig, dann will er ganz sein. Vereint (ganz) kann werden, was getrennt war. Bewusst kann werden, was unbewusst war. In Liebe zu werden, wieder vollständig zu werden, wieder Licht zu werden, kann Teil Deiner gnädigen Bestimmung, der Weg der Gnade sein. Finde den Urgrund Deines Seins.


Kein Weg gleicht dem anderen. Einzigartigkeit will sich erfahren und geht mit vielen Gefühlen einher. Wer alles gleichmachen will, der hat Verlangen nach Gleichheit, vielleicht auch nach Gerechtigkeit. Liebe ist Gerechtigkeit, die sich durch Gegensätzlichkeit und Unterschiedlichkeit, ja sogar Ungerechtigkeit erfährt. Das wollen viele nicht wahrhaben und so bekämpfen sie alles im Außen, bis sie es in sich befrieden, weil sie es in sich erkannt haben. Jeder ist Teil eines besonderen göttlichen Aspekts, der sich durch ihn erfahren will. Das gilt es selbst zu erfahren.


Wer alles ist, der ist und muss nichts mehr sein oder verlangen. Er ist jedes Verlangen, weil er sich selbst verlangend und süchtig, sehnsüchtig, erfahren hat. Sehnsucht ist die gefühlte Wahrheit eines jeden Verlangens. Sehnsucht darf sein. Sehnsucht will erfahren werden. Sehnsucht will eingelöst werden, in Dir und durch Dich erlöst werden. Sie lebt Dich – wenn Du sie nicht bewusst lebst. Ergib Dich Deiner Sehnsucht. Davor haben viele Menschen Angst. Sie haben Angst, ihrer Sehnsucht nach Freude zu folgen, wollen dabei demütig sein, und so ist Angst ihre gelebte Wahrheit.


Was ich von anderen sehnsüchtig verlange, ist immer Ausdruck meines eigenen Strebens. Im Streben ist kein Ankommen, im Verlangen keine Bescheidenheit. Wer Bescheidenheit verlangt und im Umkehrschluss Erwartungen, Ansprüche, Gier oder Sucht ablehnt, der ist maßlos statt bescheiden in seiner Ablehnung.

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