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Jetzt sind wir wieder einmal beim Thema Kunst und Buddhismus angelangt.

Seit circa einem Jahr betreibe ich gemeinsam mit meinen Eltern nebenbei einen kleinen Offspace im 2. Bezirk. Dieser steht offen für alle möglichen Sparten, Ausstellungen, Events, Essen oder für was auch immer man ihn verwenden will und kann. Am 14. Juni eröffnete der junge Wiener Künstler Nino Stelzl seine Solo-Show ‚Gin für Götter‘. In seinem Schaffen beeinflusst wurde er von alten Gottheiten, von der Malerei der prähistorischen Zeit sowie von indigenen Skulpturen. Es gab allerlei zu sehen – von Höhlenmalerei über Voodoo-Figuren bis zu Buddhas. Da ich mich in letzter Zeit verstärkt mit dem Buddhismus beschäftige und versuche, mich mehr in diese Welt zu vertiefen, fiel mir als Erstes die Skulptur eines Buddhas mit einem Tuch über dem Kopf auf, der gegenüber einer kleinen Lampe sitzt. Letzte Woche sprach ich mit Nino darüber und er erzählte mir, dass er die Inspiration dazu durch ein Interview mit einem Christen und einem Buddhisten erhalten habe, wobei der Christ die Auffassung vertrat, dass der Buddhist nie das ewige Licht sehen werde, da er nicht an die Existenz einer Seele glaube. Bei der Betrachtung des erwähnten Buddha stellte sich für mich die Erkenntnis ein, dass man diesen Gedankengang gar nicht besser skulptural hätte darstellen können. Oft fällt es einem leichter, Dinge besser zu verstehen, wenn sie einem in eindrucksvoller Weise bildlich vor Augen geführt werden.

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