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Vielen Gefühlen versucht der Mensch aus dem Weg zu gehen. Dann drängt einem das Leben plötzlich Situationen und Gefühle auf, die sich nicht mehr vermeiden lassen, weil sie bewusst zu Mitgefühl werden wollen.

Das Werden ist hierbei das SEIN. Geborgen SEIN ist etwas anderes als das vergängliche Gefühl der Geborgenheit. Es ist eine Energie, ein Schwingungszustand.

In allem geborgen zu sein bedeutet eben auch, in der Polarität geborgen zu sein, im Nichtsein geborgen zu sein, in Gefühlen geborgen zu sein, die der Mensch nicht will, um dann auch in seinem Nicht-Wollen geborgen zu sein.

Wenn der Mensch wahrhaftig mit sich selbst ist, dann wird er erkennen, dass sein Mitgefühl genau dort zu Haus ist, wo das Leben nicht so leicht ist, wo die Schattenseiten des Lebens verborgen sind. In den Schattenseiten des Lebens geborgen zu sein ist ein Bewusstheitszustand bewussten Mitgefühls.

Sich auch dort auch geborgen zu fühlen, wo einem das Leben schwer fällt. In der Schwere geborgen zu sein ist eine schwere Aufgabe, ein schweres Gefühl. Die Leere selbst zu fühlen ist ein leeres Gefühl. Geborgenheit in der Leere folgt der Erkenntnis, dass das Gefühl der Leere die emotionale Mutter der Fülle ist.

Gehe bewusst durch die Leere, bewusst durch Alleinsein, Einsamkeit und Verlassenheit, wenn Dich diese Gefühle einholen. Sie kommen von ganz allein. Sie gehen auch wieder – in Erkenntnis über.

Wer mit allem verbunden ist, der ist auch mit jedem Gefühl verbunden. Die Verbundenheit mit jedem Gefühl ist die Fülle des Mitgefühls.

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Im Leben selbst geborgen zu sein bedeutet, auch im Tod geborgen zu sein, ohne den sich das Leben nicht erfahren kann. Wenn der Tod den Übergang und die Rückkehr ins Licht offenbart, dann braucht der Mensch ihn auch nicht mehr zu fürchten.

Wer Angst vor dem Tod verbreitet, der kann sich seiner eigenen Angst stellen. Doch wer aus dem Licht kommt, der wird auch wieder ins Licht gehen.

Doch das Leben selbst braucht die Dunkelheit, damit der Mensch das Licht wieder suchen kann. Durch die Trennung vom Licht kann sich der Schatten erfahren und das Licht wieder gesucht werden.

In der Dunkelheit ist auch die Verlassenheit. Verlassenheit als Seelenanteil lässt sich nicht wirklich vermeiden, wenn Du Dich einsam und verlassen fühlst. Selbst Ablenkung ist nur eine Erfahrung, die dann nicht mehr funktioniert, wenn das Gefühl stärker als jede Ablenkung ist und keine Ablenkung mehr will.

Schau, was Du alles tust, um Dich ja nicht verlassen zu fühlen, um ja nicht im Stich gelassen zu werden, um ja nicht allein zu sein.

Wen willst Du nicht verlassen, wen willst Du nicht im Stich lassen? Wem willst Du Gefühle ersparen, die Du selber nicht fühlen willst?

Mitgefühl will erfahren, nicht erspart werden. Die Fülle ist keine Ersparnis. Wer erfahren hat, der weiß. Erkenntnis folgt der Erfahrung.

Wo fühlst Du Dich von allen guten Geistern verlassen? Wo fühlst Du Dich von Deiner inneren Führung verlassen und wann fühlst Du Dich von Gott verlassen? (Gott) Verlassenheit existiert und dient der Suche und Erkenntnis nach wahrer Geborgenheit. In der Wahrheit kann sich der Mensch wahrhaft geborgen fühlen. Dazu muss er seine eigene Wahrheit suchen, um sich finden zu können, bis er in sich geborgen ist, bis er in seiner eigenen Quelle, seinem Ursprung geborgen ist.

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