Leben

Tipps und Tricks für ein erfülltes Sexleben finden sich haufenweise im Web. Von schlichten Dating-Seiten bis hin zu fachtherapeutischen Webseiten gibt es so gut wie alles. Also auch ziemlich viel Unfug, denn gerade im Web gilt: Sex sells. 

Das Web stellt in vielen Bereichen eine echte Errungenschaft, ja eine Revolution dar. Wir können von zu Hause aus das weltweit verfügbare Wissen recht einfach anzapfen, ohne uns die Blöße zu geben, uninformiert zu erscheinen. Wir können es als ein großes Buch nutzen, um nachzulesen und nachzuschauen, bevor wir weitere Schritte zur Wissenserweiterung setzen. Das Thema ‚Sex, Störungen und Therapie’ erscheint besonders dazu angetan, diesen oft heiklen, sehr persönlichen Gegenstand erst einmal im Web vorab zu recherchieren, Auskünfte einzuholen und erste Schritte in die richtige Richtung zu setzen.

In dieser Ausgabe von ‚Ursache&Wirkung’ sind Sie schon bestens über Sexualität und Therapieansätze informiert worden. Wer noch eine weitere, ergänzende Sicht auf diese Thematik haben möchte, dem sei die sehr übersichtliche Seite des Informationszentrums für Sexualität und Gesundheit e.V. (www.isg-info.de/) empfohlen. Sie bietet neben grundlegendem Wissen zum Thema ein Forum und Services wie Facharztsuche, Selbsthilfe, einen Newsletter sowie eine Telefon-Hotline. Der Verein wird an der Uni-Klinik Freiburg geführt. Stichwort Selbsthilfe und Foren – eine weitere Stärke des World Wide Web. Zu unserem aktuellen Thema ist auch das Forum von GoFeminin.de (gesundheit.gofeminin.de) recht umfangreich und gut besucht.
Tipps und Tricks für ein erfülltes Sexleben finden sich haufenweise im Web. Von schlichten Dating-Seiten bis hin zu fachtherapeutischen Webseiten gibt es so gut wie alles. Also auch ziemlich viel Unfug, denn gerade im Web gilt: Sex sells. Ein beliebter Trick, Nutzer auf eine Webseite zu locken, um Computer mit Malware zu infizieren, Besucher auszuspionieren oder schlicht ‚Medikamente’ zu verkaufen, ist, Ihr Suchwort, welches Sie in Google eingegeben haben, in der Werbeanzeige aufscheinen zu lassen. Damit werden Informationssuchende gerne auf ‚falsche’ Seiten gelotst. Wichtig ist also zweierlei, wenn Sie sich auf die Suche nach ‚Sex-Themen’ ins Web begeben: Prüfen Sie erstens das Impressum. Es ist zwar kein eindeutiger Hinweis, wer hinter einer Seite steckt (solche Angaben können von irgendjemandem stammen), aber dennoch oft richtungsweisend. Handelt es sich um eine offizielle Institution, einen Therapeuten oder Ähnliches? Dann wird dies auch in entsprechend ausführlicher Form mit Adresse und Telefonnummer deklariert sein, meist zusätzlich versehen mit Referenzen. Wollen Sie zweitens noch vorsichtiger an die Recherche herangehen, dann nutzen Sie am besten ‚Online Proxies’, welche Ihre IP-Adresse schützen und die Ausführung von JavaScript unterbinden. Ein solcher Dienst (zum Beispiel anonymouse.org/) liefert Ihrem virtuellen Gegenüber keine Daten über Sie. Wenn Sie die Seriosität von Web-Angeboten geprüft haben, können Sie diese später direkt in Ihrem Browser ansteuern.
Wollen Sie Foren und ähnliche Dienste zum indirekten Austausch von Informationen, Fragen und Tipps zur Sexualtherapie im Web nutzen, empfiehlt sich auch hier eine gewisse Zurückhaltung, was Ihre persönlichen Daten betrifft. Verwenden Sie ein Pseudonym, wenn Sie in Interaktion treten und geben Sie nicht Ihre Adresse, Telefonnummer oder E-Mail-Adresse als Signatur an. Wollen Sie sich persönlich mit jemandem unterhalten, nutzen Sie die meist in Foren integrierten Kommunikationskanäle für nicht-öffentliche Gespräche.
In diesem Sinne wünsche ich Ihnen eine erfolgreiche Recherche und ein erfülltes Sexualleben.

Mark Buzinkay, Buddhist, tätig im Bereich Online-Marketing und Informationsmanagement. Publiziert in Fachblogs über Info-Dienste. Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

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