Buch

Wissenschaftler und Esoteriker, aus den unterschiedlichsten Ländern und Traditionen stammend, erzählen hier das als gefährliche Spinnerei abqualifizierte Phänomen ‚Lichtnahrung', ausgehend von einer Begegnung mit einem Heiligen der katholischen Kirche, Niklaus von Flüe.

Aber dabei sollte es nicht bleiben, denn geht es anfangs noch primär um die Frage, ob es tatsächlich möglich ist, alternativ zur herkömmlichen Nahrungsaufnahme lediglich via Sonnenenergie seinen Organismus zu versorgen, so läuft dieser Film letztlich auf die Frage hinaus: Bestimmt entsprechend einem mechanistischen Weltbild das Sein das Bewusstsein? Oder ist es nicht vielmehr umgekehrt? Bekanntlich versetzt der Glaube Berge. Und Lichtnahrung ist nur eines jener geheimnisvollen Phänomene, welche die klassische Naturwissenschaft zumindest vor Rätsel stellt und eines Tages vielleicht sogar zu einem Paradigmenwechsel führen könnte. Wie Regisseur P.A. Straubinger im U&W-Gespräch klarstellt, beabsichtigte er mit seinem Film keinesfalls, etwa den Umstieg auf ‚Lichtnahrung' zu propagieren oder den umstrittenen Stars der Szene Rosen zu streuen. Vielmehr solle ‚Am Anfang war das Licht' primär das Publikum dazu animieren, sich kritisch mit den Welterklärungsmodellen der westlich geprägten Wissenschaft auseinanderzusetzen. Und wenn seine mit der Kamera dokumentierten Recherchebemühungen zusätzlich noch einen gewissen Unterhaltungswert aufweisen (was durchaus der Fall ist), umso besser!

Dokumentarfilm
95 Minuten

Rezensent: Verena Pichler