Unser Neuzeit-Lexikon schreibt zum Begriff „Naivität“: „Während die kindliche Unvoreingenommenheit und Unverfälschtheit noch von vielen als positiv, sogar als rein und unschuldig angesehen wird, gilt sie bei einem Erwachsenen oftmals als ernsthafter Charakterfehler, als geistige Beschränktheit.“ Warum, um Himmels willen?

Für das neue Jahr fassen wir manche guten Vorsätze, wollen in unserem Leben endlich bestimmte Dinge ändern, uns Zeit dafür nehmen und die notwendige Energie aufbringen. Dann kommt der Alltag und allzu schnell verlieren wir uns aufgrund seiner Anforderungen wieder einmal selbst …

Es gibt keinen Ärger im Buddhismus. Es hat keinen zu geben. In den beiden Zeremonien zur Laienordination, die eine in den Zen Peacemaker Orden, die andere in die Rinzai-Zen-Linie meines Lehrers Genjo Marinello, klingt das so: „Ich gelobe, Ärger in Weisheit umzuwandeln“ (Zen Peacemakers).

In einer Leistungsgesellschaft wird Streben und Erfolg belohnt, es sei denn, Menschen bekämpfen (mobben, ruinieren, zerstören, vernichten) Dich, aus ganz unterschiedlichen Motiven heraus. Jedes Motiv hat dabei mit Gefühlen zu tun, so wie Macht, Autorität, Missgunst, Geiz, Gier oder Eifersucht.

„Rrrrrrrelax and think of parrrrrrrrrrradise. You arrrrrrrrrre so strrrrrrressed“, sagte der tunesische Masseur zu mir, während er hart an der Grenze zur Intimbehandlung entlang schrammte. Doch abgesehen davon, was er für mich als die angenehmste Entspannungsmethode erachtetet, frage ich mich natürlich, warum ich nach zwei Wochen Urlaub derartig unter Strom stand.

Wir werden immer wieder aufgefordert, unsere Unterscheidungskraft einzusetzen. Doch bewerten sollen wir nicht. Eine knifflige Angelegenheit! Aber manchmal ist die Lösung einfacher als gedacht.

Diese Frage beschäftigt mich – neben anderen Fragen, wie zum Beispiel Bequemlichkeit, Ärger, Schatten, Liebe, edles und unedles Schweigen … – immer wieder. Versuchen nicht alle buddhistischen Bücher und Artikel eine Antwort darauf zu geben? Und suchen wir nicht immer wieder selber diese Antwort, diese tiefe innere Resonanz zu einer Praxis, die alles andere als leicht ist?

Seit ich klein bin, werde ich in meiner Familie mit dem Thema Kunst konfrontiert. Ich bin in einer Gesellschaft aufgewachsen, in der Kunst eine große Rolle spielt, da meine Eltern selbst in künstlerischen Bereich tätig sind. Als ich dann irgendwann herausfand, dass es auch eine Kunst im Zusammenhang mit der Psychologie gibt, dachte ich mir, das muss es sein!

Wie aus heiterem Himmel beginnen plötzlich die Probleme… das Knie tut weh! Ein falscher Schritt, falsche Bewegungsmuster, einseitige Belastungen – die Ursachen können verschieden sein. Was hilft, sind sinnvolle Übungen, die die Muskulatur um das Knie herum kräftigen und das Verhältnis von Stabilität und Beweglichkeit im Kniegelenk verbessern.

Jedesmal steigt das neue Jahr wie ein Phönix aus der Asche des alten auf, erweckt Wünsche und Möglichkeiten, Träume und ihre Erfüllung. Ein Zauber ists’, in der die Hoffnung immer wieder erblüht. Wie oft erliegen wir ihm…

Alles in unserer Welt scheint auf Beschleunigung ausgerichtet zu sein. Selbst die Stürme haben sich in diesem Herbst in extreme Geschwindigkeiten gesteigert. Doch gerade dadurch blockieren umgestürzte Bäume auf einmal unsere altbekannten Wege und zwingen uns, zur Ruhe zu kommen, am besten zu Hause zu bleiben. Auch hier eine paradoxe Situation.

Um diese Zeit des Jahres haben Horoskope ja Hochsaison. Jede/r will wissen, was sie/ihn im nächsten Jahr erwartet. Ob es sich bei Astrologie um gesicherte Wahrheiten handelt, ist umstritten. Und selbst meine Erfahrungen haben bei allem Positivismus gezeigt, dass trotz optimaler Sternenkonstellation nicht unbedingt eintrifft, was prognostiziert wurde. Kein Wunder, dass viele Menschen das als Hokuspokus abtun, Fremdwörterkundige als Esoterik.

Hier die letzte Übung aus unserer Lu Jong - Reihe. Diese Yogaübung ist für das Wasserelement und hat den klingend Namen „Wie sich ein neuer Berg zwischen vier Kontinenten erhebt“.

Anders zu sein als andere, gegen den Strom zu schwimmen, Minderheit statt Mainstream zu sein, das erfordert viel Kraft. Wenn Du erkennst, dass Dein (Anders-)Sein einem höheren Sinn dient, der auch zu Deiner Selbsterkenntnis und Rückverbindung führt, dann wird Stärke Demut sein.

Heute schon ausgetickt auf der Jagd nach Weihnachtsgeschenken? Einen Hund fast zusammengetreten auf dem Christkindlmarkt, wo man seine eigenen Füße kaum mehr sieht? Fünfmal einen Rippenrempler bekommen an der Kasse? Es wird Zeit, sich umzuorientieren.

Oft werde ich gefragt: Hast du keine Träume? Gemeint sind damit immer die irdischen Wünsche. Lebe deine Träume, werden wir von der Werbung aufgefordert, die uns zum Konsum verführen möchte.

Das Buch von Pema Chödrön 'Beginne, wo du bist' zeigt auf, dass ganz gleich wie sich das Leben gerade gestaltet, jetzt ist der perfekte Moment für die Praxis.

Die größte Schwäche eines Menschen wird durch ihre gefühlte Erkenntnis innere Stärke sein. Dazu muss sie existieren. Der größte Schmerz, der kann auch größtmögliche Heilung erfahren. Heilung will sein.

„Ich habe ein Recht auf meine anderthalb Stunden mit Dir!“ hörte ich in dieser Woche und glaubte, mich verhört zu haben. Nein, diese Worte kamen nicht aus dem Mund eines Kindes, dem ich das zur Not noch nachgesehen hätte. Allerdings nicht ohne ein Gespräch über die Freiheit des Menschen.

„Was macht ein erfülltes Leben aus? Ein junger Mensch in einer existentiellen Krise – im Kampf mit dem Berg und sich selbst.“ Max Frisch, Antwort aus der Stille

In China bekomme ich immer wieder zu hören, dass insbesondere Politiker aus unseren westlichen Ländern bei Diskussionen und Verhandlungen den chinesischen Partnern zwar höflich, herzlich, gar mit unnötigen Bücklingen und meist gut vorbereitet begegnen, jedoch von der Kunst der traditionellen ‚Listen’ keine Ahnung zu haben scheinen.

Es treibt mich ja schon um, das Grauhaarige. Und obwohl ich durchwegs positive Rückmeldungen auf meine Salz-und-Pfeffer-Mähne bekomme, merke ich doch, wie schwer es anderen Frauen fällt, zu ihrer Natur zu stehen. Deshalb bin ich jetzt Mitglied in einer Facebook-Gruppe, in der sich alles um den Übergang von gefärbtem zu grauem Haar dreht.

Was ist unsere Bestimmung, unsere Aufgabe im Leben? Wer stellt sich nicht hin und wieder diese Frage, ohne eine passende Antwort zu finden?

Schwach zu sein und sich Schwäche einzugestehen, das ist ein starker Anteil seelisch bewussten Seins. Wie könnte ein Mensch sich jemals als stark oder mit Stärke erfahren, wenn keine Schwäche existieren würde?

Letztes Jahr war ich erst im Dezember aufgerufen, mein Jahr zu bilanzieren. Und ich habe diese Bilanz den Männern des Jahres 2016 gewidmet. Und ohne, dass ich Überraschungen für die restlichen, kommenden Wochen ausschließen möchte, kann ich sagen: Es war das Jahr der Steinböcke für mich.

Mein Leben ist wie ein Fest. Es kommen viele geladene, gern gesehene Gäste. Doch kommen auch die anderen, nicht geladenen, mir im höchsten Maße unerwünschten. Sie behaupten, dass sie zur Familie gehören, einen Anspruch haben, dabei zu sein. Ich werde sie nicht los. Sie sind hartnäckig. Mir bleibt nichts anderes übrig, als mich mit ihnen abzufinden, sie hereinzubitten zu meinem Fest.

Die 5 Grundübungen des Lu Jong - In dieser Asana-Strecke laden wir Sie dazu ein, die ersten 5 Grundübungen des Lu Jong zu praktizieren beziehungsweise auszuprobieren. Sie dienen zur Öffnung der fünf Elemente – Wasser, Feuer, Erde, Wind und Äther – und bestehen immer aus zwei Teilen.

Christine Longakers Buch ‚Dem Tod begegnen und Hoffnung finden’ ist sozusagen ein Klassiker unter jenen Büchern, die sich mit Sterbebegleitung und Spiritualität, im konkreten Fall mit tibetisch-buddhistischer Spiritualität, befassen.

Eifersucht ist kein Ausdruck von Vertrauen, sondern von Misstrauen. Vertrauen wird sich ständig neu durch Misstrauen erfahren. Misstrauen ist keine Krankheit, sondern der ständige Schatten eines jeden Vertrauens.

Wer war das nur, der uns diesen Floh ins Hirn gesetzt hat, dass Liebe immer so zu sein hat, wie wir es aus Filmen, Büchern oder von Vorbildern kennen? Liebe sei dann keine mehr, wenn man Worte dafür finde, hörte ich kürzlich. Ich versuch's trotzdem.

Wie vielen Menschen mag es auf ihrer Suche nach einer äußeren oder inneren Heimat wohl so ergehen?

Jetzt liegt mein verlängertes Wochenende schon wieder hinter mir – die Zeit vergeht im Flug! Und nachdem ich mir beim Besuch meiner Großeltern unter der Erde noch eine ebenso unterirdische Predigt anhören musste, frage ich mich, ob ich mich permanent in einem Paralleluniversum befinde.

Darauf freue ich mich das ganze Jahr. Beim langsamen Übergang in den kalten Winter wird mir ganz warm ums Herz.

Ich weiß noch, dass ich den Inhalt keineswegs verstand, aber dass er mich in einer seltsamen Weise anrührte, und durch etliche Zeit hindurch, als ich das Gelesene immer noch nicht genau verstand, verschenkte ich dieses Buch an Menschen, die mir teuer waren.

Ich habe jetzt von meinem Doc die Erlaubnis bekommen, meinen Jahresend-Urlaub zu buchen. Das habe ich nämlich an ihn delegiert, weil ich die Verantwortung abschieben wollte, ein weiteres Mal die Zeichen der Zeit missachtet zu haben. Sollte also zwischen Dezember und Januar etwas passieren, weiß ich nun, wen ich anrufe.

Ich bin etwas beunruhigt. Weil ich spüre, dass sich etwas wandelt. Nicht, dass das jetzt eine umwälzende Neuigkeit wäre, denn seit Heraklit und seinem „pantha rei“ sind ja doch schon eine Wochen vergangen. Genug Zeit sogar für mich, das zu verinnerlichen. Und trotzdem...

Bewusstsein: Wer etwas erleben will, muss Schlangenbeschwörer werden. Die Kundalini-Energie wird nicht nur durch spirituelle Einsicht, sondern auch durch diverse körperliche Praktiken erweckt.

Was meint nun Lukács, wenn er von der Seele spricht?
Mit Seele bezeichnet er das ‚authentische Sein’ des Menschen, von dem es auch ein Gegenteil, das ‚inauthentische Sein’, gibt, das mit ‚bloßer Existenz’ oder ‚gewöhnlichem Leben’ charakterisiert werden könnte.

Solange ein Mensch (sehn-)süchtig nach wiederkehrender und abhängiger Freude im Außen sucht, solange wird er sich auch mit Eifersucht, bei sich oder anderen, erfahren. Eifersucht ist eine Sucht unter vielen. Sucht im Außen ist immer Ausdruck unerlöster innerer Abhängigkeit.

Diese Woche durfte ich mich – im Rahmen meiner Erwerbsschreiberei – mit dem Thema Alter beschäftigen. Bekommen habe ich diesen Auftrag von einem Kollegen an dessen Geburtstag. Er meinte, das fühle sich komisch an, und dabei ist er noch nicht einmal fünfzig. An das Komische wird er sich gewöhnen müssen.

Unbewusstsein: wenn die Kundalini-Schlange schlummert. Kundalini wird durch eine eingerollte Schlange versinnbildlicht, die am untersten Ende des Rumpfes im menschlichen Körper schläft. Aus diesen Tiefen säuselt sie manchmal kaum hörbar zu uns. 

Immer wieder bin ich fasziniert davon, wie differenziert in diesem Buch die menschliche Seele betrachtet wird. Mir dient dieser Band als Nachschlagwerk, zur Inspiration und als Literaturtipp für meine KlientInnen, die auf ihrem spirituellen Weg von Krisen, Egotransformation, Chakrenöffnungen und dergleichen berichten.

Zuneigung erfährt sich immer wieder neu durch den Spiegel (Schatten) der Abneigung. Unterdrückte Gefühle der Abneigung können sich durch Wut und Hass entladen.

Kürzlich stolperten meine Augen über einen Artikel, der sich damit beschäftigt, wohin alle guten Männer verschwunden sind. „Aha“, denke ich mir, „wenigstens gibt es sie noch IRGENDWO.“ Denn meine persönlichen Erfahrungen lassen eher den Schluss zu, dass sie in ein schwarzes Loch gefallen und dort verdampft sind.

Das Flüstern der Kundalini-Schlange: Der innere Ruf nach dem Abenteuer. Die meisten tun es, ohne es zu wissen. Sie arbeiten mit der Kundalini-Energie. 

Seit einigen Tagen meditiere ich 20 Minuten pro Tag nach den Anweisungen von Deepak Chopra. Dabei geht es um Wünsche, woher sie kommen und wie sie sich erfüllen. Es ist zwar schwierig, diese Zeit im Tag unterzubringen, doch ich nehme sie mir.

Lesen zu können ist wie selbstverständlich in unserem Alltag verankert. Manchmal gerät allerdings in Vergessenheit, dass es nicht immer leicht zu erlernen ist!

‚Noch eine Runde auf dem Karussell’ ist ein anrührend geschriebenes, ganz unsentimentales Buch – übrigens auch ein sehr politisches. Terzani gehörte ja immer zu jenen Menschen – das hat mir ganz besonders imponiert – die sich politisch engagiert haben.

Neben der Angst der Menschen, sich in Beziehungen zu binden, gibt es auch das Spiegelbild der Freude der Menschen, die sich gerne binden und sich nach Beziehung oder Zweisamkeit sehnen. Beides ist in seiner Gegensätzlichkeit vollkommen.

Ich habe eine neue Liebe. Die eigentlich eine alte ist. Na ja, vielleicht 25 Jahre alt. Nein, nein – nicht die Person, sondern die Liebe. Und sie wird wahrscheinlich ein Leben lang halten.

„Eine tiefe Sehnsucht kann mich erfassen, mich weit in den Text oder in Bilder, die eigene Geschichten erzählen, hineintragen. So geschah es wieder einmal, als ich in dem kleinen Buchladen meines Heimatortes in den ausgestellten Büchern stöberte." Ein stimmungsvoller Blog von Claudia Bülow.

„Mein liebstes Zen-Buch misst 11,5 x 7,5 x 1,5 cm. Es hat beinahe 300 Seiten und enthält einige der wichtigsten Zen-Geschichten überhaupt.“ Das spirituelle Lieblingsbuch von Paul Matusek, Leiter des Meditationszentrums Misho-an.

Vielen Gefühlen versucht der Mensch aus dem Weg zu gehen. Dann drängt einem das Leben plötzlich Situationen und Gefühle auf, die sich nicht mehr vermeiden lassen, weil sie bewusst zu Mitgefühl werden wollen.

„Ich halte ja nichts vom Aufgeben, wie man letzte Woche unschwer nachlesen konnte. Und seit ich einen Ruf erhalten habe, auf das Restjahr zu schauen, erst recht nicht.“ - Es ist Freitag, somit auch ein neuer spannender Blog von Claudia Dabringer.

Der Sommer ist vorbei. Nach einigen kühlen Nächten mit kaltem Wind und Regen merken wir, der Herbst steht wieder vor unserer Tür.

Mal verlässt Du jemanden, mal wirst Du verlassen. Verlassen will sich erfahren. Der Kampf und das Festhalten (Klammern) an Menschen und Beziehungen will sich erfahren, so wie sich Aufgeben und Loslassen erfahren wollen.

„Kürzlich fragte mich mein Freund Richard nach einer ausführlichen Schilderung meines bisherigen Jahres, wann ich es verloren geben würde. Und irgendwie hat mich diese Frage aufgewühlt." Claudia Dabringer in ihrem neuen Blog über das Verlorengeben von Zeit.

Martin Balluch, der österreichische Astronom und Philosoph zählt zu den bekanntesten österreichischen Tierrechtaktivisten und stellt hier sein spirituelles Lieblingsbuch 'A wolf called Romeo' von Nick Jans vor.

Viele Menschen sagen, Du brauchst doch nicht einsam sein. Sie denken, dass der Mensch oftmals selber schuld an seiner Einsamkeit, seinen depressiven Gefühlen oder seinem Alleinsein ist. Sie neigen dazu, der Mensch sei an Gefühlen schuld. Sie denken in Schuld und verteilen Schuld.

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