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In dem beschaulichen, niederösterreichischen Ort Grafenwörth herrscht Aufruhr. Die Bauarbeiten zur Errichtung eines 32,5 Meter hohen, buddhistischen Friedensstupas werden auf Herbst verschoben. Auslöser waren die anhaltenden Widerstände der Bürgerinitiative ‚Rettet den Wagram’ gegen das Bauvorhaben. Nachdem Musikbeschallung beim Spatenstich und Proteste nicht zum Erfolg geführt haben, hat ihnen nun ausgerechnet ein seltener Vogel zum Durchbruch verholfen.

Nachdem die Brutzeit des vom Aussterben bedrohten Wiedehopfs gerade in die Bauzeit fällt, wurde einem vorübergehenden Baustopp zugestimmt. Laut Informationen der Bürgerinitiative könnte durch Staub und Baulärm der Lebensraum des Vogels zerstört werden. Projekt-Sprecher Reinhard Bimashofer zufolge, wurde der Brutkasten für den Wiedehopf allerdings eigens von Gegnern aufgestellt, um die Bauarbeiten zu verzögern. Zuvor hatten die Aktivisten bereits die Zufahrt zur Baustelle blockiert. Der Verlust durch den bisher nicht erfolgten Baustart wird auf 9.000 Euro geschätzt. Bimashofer vermutet einen Stellvertreterkrieg im Aufruhr um den Stupabau, der vor allem dem Grafenwörther Bürgermeister und ÖVP-Landtagsabgeordneten Alfred Riedl gilt. Riedl hatte den Baubescheid, der nach wie vor rechtskräftig ist, erlassen. Auf Facebook wird eine regelrechte Hetzkampagne gegen ihn geführt, ihm werden Amtsmissbrauch und Zerstörungswut vorgeworfen. Der Bürgermeister weist die Anschuldigungen zurück und geht nun rechtlich gegen die Projektgegner vor.

So viel Wind um einen Friedensstupa, der mit seinem angrenzenden Garten ein paradiesisches Zuhause gerade für den Wiedehopf und andere Lebewesen bieten könnte. Wie seht ihr den Streit um den Stupabau? Schreibt uns eure Meinung und teilt den Beitrag.

Weitere Informationen: Buddhistischer Stupa in Niederösterreich (22.03.2016)

Kommentare   

# Diana 2016-08-26 09:18
Nachbarstreit und Friedensgott. Es ist oft schwierig, Neues in kleinen Gemeinden zu starten. Vielleicht sollte man die Anwohner mehr aufklären und integrieren. Dennoch auch das Ziel beharrlich erfolgen.
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# Franz W. 2016-08-28 00:32
Frau Lindmayer verbreitet mit Hilfe von Herrn Bimashofer Lügen gegen die Umweltschutzaktivisten, die einfach unglaublich sind, sich aber zum Glück sehr leicht widerlegen lassen.
Auch der Unsinn von wegen 'Stellvertreterkrieg' entspringt der Fantasie.
Von 'Frieden" kann längst keine Spur mehr sein!
Fragen Sie die Österreichische Buddhistische Gemeinde, was sie von dem Projekt hält und Sie werden Augen machen ...
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