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In meinen Yogastunden schulen wir die Sinne und die Wahrnehmung durch Yogaübungen, Atemtechniken und Meditationen. Diese Schulung überträgt sich auf den Alltag und diese Sinneserweiterung ist ein wichtiger Teil der Yoga-Praxis. Wir können beobachten, welchen unserer fünf Sinne wir besonders intensiv nutzen und auf welchem Gebiet wir Defizite haben.

Das gleiche gilt für die Handlungsorgane. Die reflektierte Formulierung von Sprache, Gedanken und Gefühlen erhöht die eigene Energie“ bemerkt Heidrun Ruff.1

„Jeder Gedanke, den Sie in ihrem Kopf formen, löst ein wahres Feuerwerk an Nervenaktivität aus, das sich in unzähligen elektrischen und chemischen Prozessen im Organismus niederschlägt. Dabei scheint die Beeinflussung umso intensiver zu sein, je häufiger sich Gedanken wiederholen…. In der Hirnforschung gibt es tatsächlich bereits zahlreiche Anhaltspunkte, dass sich gewohnheitsmäßige Denkmuster nachhaltig auf die Gehirnaktivität auswirken… Offensichtlich werden durch positive Gedankenketten andere Neurotransmitter (z.B. Serotonin) aktiviert, andere Impulse in Gang gesetzt und andere körperliche Aktivitäten ausgelöst, als durch negative. So ist es wirklich nicht verwunderlich, dass Menschen mit anhaltender depressiver Verstimmung oder mit einer ausgeprägten negativen Lebenseinstellung eine geringere Aktivität von Abwehrzellen aufweisen und damit infektanfälliger werden!2

Auch das Risiko für viele andere Beschwerden und Krankheiten (z.B. Kopfschmerzen, Rückenleiden) ist für notorische Schwarzseher und Schwarzdenker nachweislich erhöht. Was für ein energetisches Potenzial“ beschreiben Dr. med. Lutz Bannasch und Beate Junginger in ihrem Buch.

Hören Sie sich doch selbst einmal zu: Wie sprechen Sie eigentlich über sich? Reden Sie in der Ich-Form oder wählen Sie die besonders in Fußballer-Interviews so oft anzutreffende Man-Form? Ist es nicht irritierend, wenn jemand sagt, dass „man“ das Tor gerne so kurz vor Schluss noch gemacht hätte? Fragen Sie sich dann auch, über wen der Interviewte eigentlich spricht? Warum versteckt er sich hinter dieser allgemeinen Formulierung und spricht nicht über sich? Ist es Unsicherheit? Und wie steht es mit „immer“ oder „nie“ in Ihrem Sprachgebrauch? Verwenden Sie oft das Wort „eigentlich“? „Ich bin eigentlich zufrieden mit meinem Job.“ Ja, und uneigentlich? Was bedeutet das Wort „eigentlich“? Gibt es eine tatsächliche Einschränkung oder ist es nur ein lieb gewonnenes Füllwort? Und wie sieht es mit dem Wörtchen „aber“ aus? Wenn Sie sich in einer Diskussion befinden, wie oft sagen Sie „ja….aber…“? Nehmen Sie die Argumente Ihres Gegenübers wirklich ernst oder geht es Ihnen vor allem um Ihr „aber“? Je authentischer, also glaubwürdiger und echter Sie kommunizieren, desto persönlicher und erfüllender gestalten sich die Kontakte zu Ihren Mitmenschen. 3

Der amerikanische Sprachwissenschaftler Richard Wayne Bandler, Mitbegründer des Neurolinguistischen Programmierens (NLP), fand heraus, dass positive Sprachmuster zu einer besseren Energieversorgung der Zellen und zu einem besseren Körpergefühl führen“ fügen Dr. med. Lutz Bannasch und Beate Junginger hinzu.

Swami Nirmalanda lehrte ein kraftvolles Mantra: „Lokah Samasta Sukhino Bhavantu. „Mögen alle Wesen überall glücklich und frei sein. Und mögen meine Gedanken und Taten einen Beitrag zu diesem Glück und dieser Freiheit aller leisten.“4

Wir lernen in meinen Yogastunden, wie Yoga wohltuend auf die Psyche wirkt und das Selbstwertgefühl unterstützt. Mit Yoga sensibilisieren wir das Denken, wir reflektieren unsere Sprache und üben uns in Gelassenheit.

1 Die Marma-Lehre im Yoga, S. 15, Heidrun Ruff
2 Die Körper-Geist-Seele Formel – Ganzheitliche Heilung aus dem Immunsystem, S. 126,Dr. med. Lutz Bannasch, Beate Junginger
3 Die Körper-Geist-Seele Formel – Ganzheitliche Heilung aus dem Immunsystem,S. 126, Dr. med. Lutz Bannasch, Beate Junginger
4 Yoga der Befreiung, S. 51, Sharon Gannon & David Life

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