Leben

Eine kleine Beschreibung der Sexualität aus der ayurvedischen Sicht.

Shukra ist das Gewebe der Erneuerung, es zeichnet für die Regenerationsfähigkeit, Vitalität und Immunität verantwortlich und letztlich für die Schöpfung jeder Zelle. Daher ist es von größter Bedeutung, wie wir mit dieser Energie umgehen.

Laut Ayurveda ist Sexualität neben Essen und Schlafen einer der drei Grundpfeiler unserer Gesundheit. Ohne sexuelle Energie gibt es nichts auf dieser Welt. Je weniger sexuelle Energie wir haben, desto weniger Lebenskraft haben wir. Das heißt aber, dass man diese Energie als die kostbarste Quelle unserer Lebensenergie erkennen und sie nicht im Übermaß verschwenden sollte.
Die Samenzellen und die Eizellen sind die höchstorganisierten Zellen des Körpers. Vor allem für Männer ist die Ejakulation eine unglaubliche Anstrengung und es wird jedes Mal eine Unzahl dieser besten Zellen ‚verschleudert’. Der Körper muss diese wieder aufbauen und braucht entsprechend Kraft. Wenn also zu viel dieser wertvollen Sexualenergie verbraucht wird, verringert sich die Lebenskraft. Gerade in der yogischen/tantrischen und der fernöstlichen Gesundheitslehre wird diesem Kapitel breiter Raum gegeben.
Für Frauen ist das nicht wichtig, wir brauchen am meisten Kraft beim Kinderkriegen.
Nun aber zu den absolut nachahmenswerten ‚Regeln’ des Ayurveda für ein gesundes und fröhlich-befriedigendes Sexualleben. Das Um und Auf ist die liebevolle Vor- und Nachbereitung einer sexuellen Begegnung! An schnelle, heftige One-Night-Stands ist dabei nicht gedacht. Wenn es also der oder die Richtige ist, sollten wir einen schönen Spaziergang machen, keine Streitgespräche, keine heftigen Diskussionen führen, ideal wäre ein leichtes, warmes Mahl, ganz wenig Wein (1/8!), angenehmes Ambiente, wohlige Temperatur im Raum, kein Handy, kein Fernsehen, keine sonstige Ablenkung ... tja, und danach für den Mann warme, süße, gewürzte Milch, gestoßene Mandeln und ganz wichtig, Frau, lass ihn schlafen, er braucht den Erholungsschlaf!
Dazu Folgendes: Als Refraktär- oder Erholungsphase bezeichnet man in der Sexualität die sich an einen Orgasmus anschließende Phase. Mitunter wird das Hormon Prolaktin als Ursache für die Refraktärphase genannt.
Beim Mann äußert sich die Refraktärphase typischerweise als eine ausgeprägte Phase stark verminderter Erregbarkeit und sogenannter postkoitaler Müdigkeit. Die Erektion wird in dieser Zeit hormonell blockiert.
Der Sexualität kam im Hinduismus hoher Stellenwert zu, allerdings ging es dabei wohl vorwiegend um die Lust der Männer. Die berühmten Skulpturen im Tempel von Khajuraho in Indien sind atemberaubend, manchmal traut frau sich kaum hinzuschauen, vor allem wenn Männer danebenstehen. Es ist auch schwer, sich vorzustellen, wie diese Kultur einst war, denn das heutige Indien ist mindestens so prüde, wie wir vor 50 Jahren waren. Aber vielleicht schaut’s in den ehelichen Schlafzimmern anders aus. Gesprochen wird darüber jedenfalls nicht.

Last but not least noch eine wichtige Mitteilung: Der Winter ist die beste Jahreszeit für schönen Sex!

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