Leben

Der österreichische Risikoforscher Wolfgang Kromp erläutert, warum die Menschheit auf Kollisionskurs fährt und Bildung für Frauen ein Rettungsanker sein könnte.

Ihrer Ansicht nach ist unsere Zivilisation auf Kollisionskurs. Wie meinen Sie das?

Der Mensch unserer westlichen Zivilisation denkt unter Einfluss religiöser Tradition, selbst der Gipfel der Schöpfung zu sein. Etwas Besonderes, abgehoben von der übrigen Natur, in der er nach Belieben schalten und walten darf. Mit militärischer und wirtschaftlicher Macht ist es ihm gelungen, seine Denkweise zu globalisieren. Die Zerstörung unserer Lebensgrundlagen ist weltweit im vollen Gange. Glücklicherweise gibt es allerlei an Gegenbewegung. Ihr Erfolg ist zur Schicksalsfrage unserer Zivilisation geworden.

Wie kam es dazu, dass wir Menschen uns selbst in den Untergang treiben?

Der Mensch ist in gewissem Sinne Opfer seiner Intelligenz. Seine Vorfahren hatten Letztere erworben, um bestimmte Gesetze der Natur im Kampf ums Überleben besser zu verstehen. Der Wissenserwerb im Hinblick auf Naturgesetze ermöglicht ihm heute, bis in den Weltraum oder ins Innere der Atome zu gelangen. Die Erfolge scheinen ihm aber den Blick aufs Ganze verstellt zu haben. Hauptanwendung seiner einseitig beanspruchten Intelligenz: der ‚Natur mit Hebeln und Schrauben' Schätze zu entreißen und dies auf schnellstem Wege. Entsprechende Werkzeuge zu entwickeln und anzuwenden, hat Vorrang. Dabei ist einiges anderes – für sein Überleben Wichtigeres – zu kurz gekommen.

Was wäre das zum Beispiel?

Neben der vertieften Erforschung ökologischer Zusammenhänge insbesondere die Beschäftigung mit des Menschen ureigener Natur – die ihn auf seinem Wettlauf zum Fortschritt zunehmend stolpern lässt. Er weiß zu wenig über sich selbst, weiß nicht, was ihn wirklich glücklich macht, wie die drei Wünsche an die gute Fee zeigen, wo der dritte dann das Rückgängigmachen der ersten beiden besorgen muss. Die nach seinen unbedachten Wünschen immer schneller veränderte Umwelt erweist sich ihm gegenüber als zunehmend feindlich. Er verändert die Umwelt mit einer Geschwindigkeit, mit der seine eigene Natur nicht mithalten kann. Er passt zunehmend nicht mehr in die von ihm gestaltete bzw. verunstaltete Umwelt. Er überschätzt seine Anpassungsfähigkeit. Ich möchte damit nicht behaupten, dass es zu diesen Themen keine Forschungstradition und keine Ergebnisse gibt.

Was sollten uns die Forschungsergebnisse zur menschlichen Natur bringen?

Die Erkenntnis, dass der Mensch nicht beliebig formbar ist und an von Ideologen ersonnene Gesellschaftssysteme risikolos angepasst werden kann. Auf den Punkt gebracht: Der Mensch besitzt genetische Hindernisse, die dem gedeihlichen Zusammenleben – nach Art staatenbildender Insekten – entgegenstehen. Moderne Tiergartenhalter haben aus einschlägigen Forschungen gelernt, wie sie ihre Tiere artgerecht halten müssen, damit sie ein für sie einigermaßen erträgliches Leben führen können. Der Zivilisationsmensch scheint wenig Ahnung davon zu haben, wie er es sich selbst ‚artgerecht' auf unserem Planeten einrichten soll.

UW76SCHW Der Mensch ist opfer

Sie meinen, dass wir unter Anpassungsschwierigkeiten leiden?

Nach dem Bild, welches wir uns von uns machen, halten wir unser Verhalten im Wesentlichen durch freien Willen und Erlerntes bestimmt, nur zu einem sehr geringen Anteil gestehen wir uns Abhängigkeit von angeborenen und nicht unter unserer Kontrolle stehenden Verhaltensweisen ein. Zu einem kleinen Prozentsatz anerkennen wir ein Versagen der Selbstkontrolle, indem wir beispielsweise jemandem ‚im Affekt' körperlichen Schaden zufügen und dafür milder bestraft werden. Der Anteil unserer nicht vom ‚freien Willen' bestimmten Entscheidungen dürfte gröblich unterschätzt werden. Das Unerkannte kann jedoch als gefährlicher Störfaktor wirken.

  Was wäre ein Beispiel für Entstehung und Wirkung derartiger Störfaktoren?

Urgeschichtlich scheint mit dem Hinzukommen der Fähigkeit des Werkzeug- und Waffengebrauchs eine neue Gefahr in die Menschengruppe gekommen zu sein. Hier ist ein starker Evolutionsdruck auf genetische Festlegung pfleglicherer Umgangsformen plausibel. Ein wichtiges Gebot, dessen Befolgung schon bei Primaten zu beobachten ist, muss gewesen sein, Frieden in der Gruppe zu schaffen. Die Fähigkeit, am besten Streitigkeiten in der Gruppe zu schlichten, war ein wichtiges Führungskriterium. Vermutlich wurde daher unsere Fähigkeit, miteinander nett umzugehen und Frieden zu stiften, kurz altruistische Eigenschaften, extrem hochgezüchtet. Wir können dieses hohe Niveau im Vergleich mit anderen sozial in Gruppen lebenden Tieren feststellen. Andererseits dürfte für unser Überleben auch Freihalten eines Jagdreviers und Abschreckung von Revierkonkurrenten wichtig geworden sein. Womit in Analogie zu in Gruppen jagenden Raubtieren aggressive Eigenschaften gefördert wurden. Dies könnte eine Erklärung für die Grausamkeiten sein, derer die Spezies Mensch gegenüber Menschen zu allen Zeiten bei bestimmten Gelegenheiten fähig war. Der Mensch scheint demnach einen Januskopf mit zwei Gesichtern mit sich herumzutragen. Unser angeborenes ‚Familienethos' auf nicht zum Familienklan gehörige Mitmenschen auszudehnen, stößt leicht an Grenzen, wie man zum Beispiel bei Zusammenbrüchen der öffentlichen Ordnung an Plünderungen sehen kann. Das Verhalten des Menschen hängt also von Anlass und Situation ab. Ich betrachte den Menschen als ein potenziell gefährliches Lebewesen, bei dem höchst konstruktives in extrem destruktives Verhalten umschlagen kann, wenn bestimmte Umstände gegeben sind.

Gibt es allgemeine Ursachen, die den Menschen gefährlich sein lassen?

Die oben angedeutete Urangst, sein Revier nicht halten zu können. Wobei ‚Revier' heute in einem übertragenen Sinn gemeint ist. Ein weiterer Faktor ist seine Unangepasstheit an selbst geschaffene Veränderungen seiner Umwelt.

Welche Veränderung der Umwelt haben Sie dabei im Sinn?

Das Leben in der Stadt sehe ich im Widerstreit mit angeborenen Verhaltensweisen und als extreme Herausforderung an unsere Anpassungsfähigkeit. Dadurch notwendigerweise verursachter Stress samt schädlichen Rückwirkungen ist uns im Allgemeinen nicht bewusst. Ich möchte das an einem Beispiel verdeutlichen: Für den frühen Menschen war es überlebensnotwendig, bei Begegnungen seine friedlichen Absichten auf allgemein verständliche Weise signalisieren zu können. Die Verhaltensforscher Eibl-Eibesfeldt und Hans Hass dokumentierten durch eine trickreiche Filmtechnik die weltweite Gültigkeit des Signals des Augenbrauengrußes – Heben der Augenbrauen mit nachfolgendem Kopfnicken. Vor der heute stattfindenden allgemeinen ‚Globalisierung' galt: Ist ein Verhaltensmuster weltweit vorzufinden, dann ist es mit hoher Wahrscheinlichkeit ererbt, ist es lokal beschränkt, dann kulturell tradiert. Wir alle kennen das uns am dünn besiedelten Land gelegentlich überraschende Phänomen, von unbekannten Menschen bei zufälligen Begegnungen freundlich gegrüßt zu werden – man grüßt dann freundlich zurück. Im Menschengedränge einer Großstadt kann man unmöglich jeden grüßen. Also wird uns von klein an dieser zutiefst menschliche Antrieb abtrainiert und wir werden gleichzeitig zu lernen gezwungen, unsere Mitmenschen im Allgemeinen zu übersehen bzw. durch sie quasi hindurchzuschauen. Bei näherer Betrachtung zutiefst unmenschliches, aus Zwang allgegenwärtiges Verhalten. Dieses eine Beispiel steht sicher für die Unterdrückung eines Spektrums von Verhaltensmustern. Wir leben also unter einem permanenten Spannungsverhältnis, das gelegentlich seine Entladungen findet.

Liegt das Problem also darin, dass wir in einer zu großen Gruppe leben?

Klarerweise wird der Mensch auch seinerzeit in der kleinen Gruppe seinen Platz verteidigt und zu verbessern getrachtet haben, unterstützt durch Verhaltensweisen des Konkurrenzdenkens und Dominanzstrebens. Waffentauglicher Werkzeugbesitz zwang aber mit hoher Wahrscheinlichkeit zu weitgehend friedlicher Regelung. Aggression könnte durch mildere Formen wie Streitgespräche und (Aus-)Lachen entschärft worden sein. Ein entscheidender Faktor war sicher die durch lebenslangen Dauerkontakt ermöglichte Vertrautheit untereinander sowie das dabei gefestigte verwandtschaftlich-freundschaftliche Band, das die Gruppe im Wissen um das Aufeinanderangewiesensein auf Gedeih und Verderb zusammenhielt. Die Möglichkeit, von klein auf in einer überschaubar großen Referenzgruppe aufwachsen zu können, ist vor allem in Großstädten unter heutigen Zivilisationsbedingungen nicht mehr gegeben. In kleinfamiliären Partnerschaften oder überhaupt als ‚Singles' müssen die heutigen Vertreter unserer Spezies meist zu zweit oder allein ohne jahrmillionenlang bewährten Schutz einer Gruppe innig verschweißter Weggefährten und -gefährtinnen versuchen, sich quasi mutterseelenallein im ‚Großstadtdschungel' zurechtzufinden. Ohne sich vermutlich des Mangels an Vertrauenspersonen bewusst zu werden, leiden sie unter eigenem und fremdem Misstrauen und sind andauernd dem stressigen Risiko enttäuschten Vertrauens ausgesetzt. Ich sehe darin eine wichtige Komponente der sich verschärfenden Konkurrenzsituation, in der sich der Jetztmensch in steigendem Maße verstrickt befindet.

 

Ist dieser Konkurrenzkampf nicht auch etwas Gesundes?        

Es gäbe ihn nicht, wenn er – zumindest in Urzeiten – nicht eine überlebensnotwendige Funktion gehabt hätte. Ich sehe in ihm auch die Ursache heutiger Hochtechnisierung. Diese technische Aufrüstung halte ich im Wesentlichen für ein Hilfsmittel zum Bestehen im Konkurrenzkampf. Mit jeder technischen Erfindung setze ich automatisch die restliche Menschheit unter Druck. Ich vermute, dass mehr Menschen durch die zivilen Erfindungen als durch die militärischen an den Rand oder gar ins Jenseits gedrängt wurden. Im Ergebnis steht der Verbrauch immer knapper werdender Naturressourcen. Wir führen mit zivilen Mitteln in Wahrheit einen beständigen Krieg, mindestens gegen die Natur, in dem wir auf der Verliererseite enden werden. Wir müssen dringend unser Verständnis von Technik neu überdenken.

Was sind in Ihren Augen die größten Probleme für die Menschheit?

Eines ist auf jeden Fall die globale Übervölkerung. Wobei wir zumindest im westlichen Europa – trotz heute stagnierender Bevölkerungszuwächse – kein Recht haben, derzeit explodierende Entwicklungsländer verantwortlich zu machen. Wir sitzen in mehrfacher Weise im Glashaus. Erstens haben wir ebenfalls extreme Wachstumsschübe hinter uns, wie unsere heutigen hohen Bevölkerungsdichten zeigen, die auch noch mit unserer extremen Ressourcenbeanspruchung zu multiplizieren sind; zweitens waren es europäische Mächte, die zum Zweck leichterer Beraubung die angestammten Kulturen der Entwicklungsländer samt althergebrachten Methoden der Geburtenkontrolle zerstört haben, ohne einen für sie leistbaren Ersatz zu bieten. Drittens lassen wir diese Länder mit der durch unsere Hilfe und an sich begrüßenswerten Verringerung ihrer Säuglingssterblichkeit allein, wenn wir sie nicht gerade mit effizienten Waffen zu ihrer Selbstdezimierung versorgen.

Worin sehen Sie in diesen in der Tat unerfreulichen Zuständen das große Problem für die Menschheit?

Einer meiner Lieblingsautoren, der Franzose Gaston Bouthoul, Vater der Polemologie (Lehre vom Krieg), kam im Zuge seiner Anfang der 70er Jahre publizierten Untersuchungen vorgeblicher Kriegsursachen zur Erkenntnis, dass für die Kriegsanfälligkeit einer beliebigen Sozietät demografische Bedingungen entscheidend sind. Demnach sind Gesellschaften, bei denen viele junge Männer im Verhältnis zur Gesamtpopulation vorhanden sind, für Kriegsabenteuer empfänglich, wie er am Beispiel der Kreuzzüge plausibel macht.

Dies wurde 2003 von Deutschlands Völkermordforscher Gunnar Heinsohn bestätigt und näher erklärt: Sind über 25 Prozent einer Bevölkerung unter 18 Jahren, so ist davon auszugehen, dass der Ausbruch kämpferischer Aktivitäten wahrscheinlich wird. In derartigen Gesellschaften haben junge Männer keine Chance auf Arbeitsplätze, die noch ihre Väter und Brüder besetzen. Hier wird auf ein vermutlich uraltes stereotypes Verhalten zurückgegriffen – auszuziehen, sich als Held zu bewähren und mit Beute beladen heimzukehren. Da es eine erhebliche Zahl an Ländern in Afrika, im Nahen Osten und in Asien mit über 25% bis über 50% an jungen Männern unter 18 gibt, liegt hier ein enormes Risiko für Kriegsausbrüche. Die Ursache für Männerüberschuss kann auch in einseitiger Geburtenkontrolle begründet sein, wie das Beispiel China zeigt, wo in patriarchalischer Familientradition im Interesse männlicher Nachkommen bevorzugt weibliche Föten abgetrieben wurden – mit dem Ergebnis eines Männerüberschusses von etwa 40 Millionen.

Was kann man zur Eindämmung des Bevölkerungswachstums unternehmen?

Jeden Dollar und jeden Euro Entwicklungshilfe von Nachweisen für erfolgte Besserstellung der Frau abhängig machen. Bildung, insbesondere der Mädchen und Frauen, ist der Schlüssel zum Erfolg. Kinder sind unglaublich bildungswillig. Schulen sind das Tor zu einer besseren Welt. Die Krux dabei ist, dass Bildungsmöglichkeiten zunächst von Männern beansprucht werden und den Mädchen oft verwehrt bleiben.

Was kann die Politik zur Problemlösung beitragen, was kann der Einzelne tun?

Zunächst ist das Erkennen der Zusammenhänge wichtig. Wer hat derzeit die Macht inne? Joel Bakan meint, dass sich die bislang unter staatlicher Kontrolle stehenden global agierenden Konzerne etwa Mitte der 90er Jahre mithilfe neuer technischer Erfindungen von der Kette losreißen konnten: Containerschiffe und Großraumflugzeuge am Sektor des Transportwesens sowie Fax, Mobiltelefon, E-Mail, Internet am Informationssektor. Die dadurch ortsunabhängig gewordenen Konzerne erreichten zunächst mit der Drohung, in großer Zahl Arbeitsplätze in Billiglohnländer zu transferieren, die Außerkraftsetzung von Kontrollen (‚Marktliberalisierung'), um schließlich dann doch in Länder abzuwandern, in denen noch Sklavenarbeit möglich war und keine Umweltschutzgesetze hinderlich waren. Sie bestimmen weitgehend die Politik.

Das heißt, von der Politik ist nicht allzu viel zu erwarten. Was können wir als Staatsbürger zu einer Verbesserung der Umstände beitragen?

Natürlich dürfen wir die Politik nicht aus ihrer Verantwortung entlassen. Trotz ihrer relativen Machtlosigkeit hat die gewisse Spielräume, die ihr Möglichkeiten zur Verbesserung der Situation einräumen. Hier ist seitens der Bevölkerung durch genaue Beobachtung und entsprechendes Wahlverhalten Druck auszuüben. Unsere wichtigste Aufgabe ist es aber, uns selbst zu mündigen Konsumenten heranzubilden, da den Konzernen ihre Macht durch unsere Kaufentscheidungen verliehen oder entzogen wird. Wir müssen verinnerlichen, dass die von uns gekauften Produkte ökologische Fußabdrücke haben. Wir müssen auch berücksichtigen, dass die Massenmedien in den Händen der Global Player sind und Fehlinformationen zur Aufrechterhaltung des Konsumismus zu erwarten sind. Die wichtigste Maßnahme ist die Weitergabe von Information und Motivation durch Mund-zu-Mund-Propaganda. Die allgemein verbreitete Fehleinschätzung, dass Einzelne ohnehin nichts bewirken können, ist auf unsere generelle Unfähigkeit zurückzuführen, exponentiell verlaufende Vorgänge – Kettenreaktionen – überblicken zu können. Könnten wir dies, würden wir uns weder auf Zinseszins noch auf Pyramidenspiele einlassen und könnten auch mit den oft nach derartigen Gesetzen ablaufenden Naturphänomenen besser umgehen.

Wenn Sie also etwas Nachhaltiges vorbildhaft selbst machen und beispielsweise jedes Quartal jemanden dazu bringen, Ihr nachhaltiges Tun nachzumachen, haben Sie nach etwa sechs Jahren ganz Österreich erfasst. Wobei dies für die allgemeine Durchsetzung nicht einmal erforderlich wäre, da entsprechend dem ‚Gehmacher-Faktor' zwischen 10 und 15% der erfassten Bevölkerung genügen.

Wie sieht in Ihren Augen eine ideale Welt aus?

In einer idealen Welt hat die Ökologie Vorrang vor der Ökonomie. In der idealen Welt sind wir so gebildet, dass wir verstehen, wie wir ticken. Die Bevölkerung ist weltweit viel kleiner und beläuft sich vielleicht auf 500 Millionen Menschen. Machtmissbrauch und Korruption sind durch die überschaubar gewordenen Bevölkerungszahlen weitgehend eingedämmt. In den Wissenschaften sind engstirnige Fachblindheit und Korruption weitestgehend durch eine Ergänzung der Humboldtschen Ideale verdrängt worden, nämlich durch die Verpflichtung, zur Rettung unseres blauen Planeten beizutragen. Die Kriegsgefahr stellt kein wesentliches Risiko mehr dar. Es ist gelungen, die Verbrennung fossiler Stoffe zu beenden, so konnte der fantastische Rohstoff Erdöl kommenden Generationen erhalten werden. Durch rigoroses Energiesparen und die erträglichen Bevölkerungszahlen ist auch eine ausschließlich auf erneuerbaren Energieträgern gründende Energieversorgung verwirklicht.

Prof. Dr. Wolfgang Kromp, ist Materialphysiker und Chef des Instituts für Sicherheits- und Risikowissenschaften an der Universität für Bodenkultur Wien. Er verfolgt seit den 70er Jahren intensiv die Aktivitäten der Kernindustrie weltweit.

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